ab ca. 1905
Der Expressionismus (etwa 1900 - 1920) ist eine Stilrichtung in der Kunst, bei der die Künstler ihre Gefühle,
ihr inneres Erleben, wie Enttäuschung, Überraschung usw. darstellen. Die Realität hat für die Künstler
nur noch anregende Wirkung, das zeigt sich daran, dass seltener in der Lokalfarbe gemalt wird, häufiger abstrahiert
(vor allem bei Kandinsky) und auf Perspektive verzichtet wird. Wichtigstes bildnerisches Mittel der
Expressionisten ist die Farbe, die teilweise über die Grenzen der Form hinaus tritt und meist rein und großflächig
verwendet wird. Aufgetragen wird die Farbe in spontanter Pinselführung und häufig pastos. Nicht immer ist
dabei die Leinwand komplett mit Farbe bemalt. Eine komplizierte Technik wäre der Darstellung des spontanen
Ausdrucks nur im Weg. Bei einigen Künstlern deuten grobe, starke Pinselstriche Umrisse von Gegenständen an.
Vorbild für viele Maler des Expressionismus ist die Kunst der Naturvölker in Afrika, was sich vor allem in den
zahlreichen Holz- und Linolschnitten aus dieser Epoche wiederspiegelt. Zu den häufigsten Bildthemen gehören
Landschaften (unberührte Natur), Stilleben, Figuren, Portraits und Akte.
Die wichtigsten Maler:
- Matisse und Chagall in Frankreich
- Modidiani in Italien
- Munch in Norwegen
- Beckmann, die "Brücke"-Künstler (Kirchner, Bleyl, Hecke, Schmidt-Rotluff) und die "Blaue-Reiter"Künstler
(Macke, Kubin, Klee, Kandinsky, Günther, Marc) in Deutschland 
August Macke - "Dame in grüner Jacke" 1913 |