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Thema: Verschiedene Todesstrafen und die Todesstrafe in der Nazizeit

Allgemein über die Todesstrafe

Der Ursprung der Todesstrafe liegt wohl bei den Menschenopfern die damals schon den Göttern dargebracht wurden, da die meisten die geopfert wurden etwas verbrochen hatten. Hexen und Verschwörer traf ebenso die Todesstrafe, diese ist wohl die Strafe die sich am längsten von allen gehalten hat.


Todesstrafe in Deutschland

Abgeschafft wurde sie Ende des 19ten Jahrhunderts, allerdings ab 1933 gab es Ausnahmegesetze im Deutsch Reich die die Vollstreckung der Todesstrafe enorm gesteigert hat. Der so genannte „Nacht und Nebel Erlass“ ermöglichte 1941, dass Personen welche die deutsche Sicherheit gefährdeten zwar nicht sofort erschossen wurden sondern vor ein Gericht gestellt wurden – sie verschwanden spurlos. Wie viel durch diese Todesurteile gestorben sind ist nicht bekannt. Die letzte öffentliche Hinrichtung im Deutschen Reich fand am 7. März 1862 in Bayern statt.


Todesstrafe für wen?

Von Land zu Land ist es unterschiedlich gegen wen die Todesstrafe geahndet wird. In den USA sogar von Bundesstaat zu Bundesstaat. Die meisten amerikanischen Bundesstaaten verhängen die Todesstrafe wenn z.B. der Täter mit Absicht tötet, die Wahrscheinlichkeit einer Tatwiederholung gegeben ist oder der Täter die Tat nicht als eine Reaktion auf eine Provokation begangen hat.


Widerspruch zu den Menschenrechten

Die Todesstrafe widerspricht den Menschenrechten, in denen es heißt:
- Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person
- Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung unterworfen werden


Todesstrafe und die Justiz

Niemals kann die Gewissheit durch ein „menschliches Gericht“ gegeben werden, dass der Angeklagte wirklich schuldig ist. Die Todesstrafe ist unwiderruflich und selbst im besten Justizsystem kann dies unschuldigen Menschen das Leben kosten. Im Zeitraum 1900 bis 1987 kostete dies mindestens 23 Unschuldige das Leben. In den letzten Jahren wurden in den USA 73 von 508 Verurteilten zu Unrecht verurteilt.


Falsche Aussagen über die Todesstrafe

Die Todesstrafe soll abschreckender sein als andere Strafen, allerdings zeigen Statistiken, dass die Todesstrafe nicht abschreckender ist als eine Freiheitsstrafe. Sie könnte nur bei vorher geplanten Taten abschrecken, bei denen der Täter aber normalerweise sich versichert dass die Möglichkeit seine Tat zu ihm zurückzuverfolgen möglichst gering ist. Angeblich soll auch die Kriminalität steigen, würde man die Todesstrafe abschaffen. Fakt ist jedoch, dass die Tötungsdelikte in Kanada seit Abschaffung der Todesstrafe stark zurückgegangen sind. In anderen Staaten mit Todesstrafe aber die Tötungsdelikte auf höherem Niveau sind und diese sogar zunehmen.


Die Arten der Todesstrafe


Die Steinigung

Als klassische Todesstrafe des Alten Testaments ist die Steinigung bekannt. Sie stand vor allem für die schlimmsten Vergehen in dieser Zeit, wie Abgötterei, Gotteslästerung oder Entweihung von Heiligtümern. Auch Vergehen wie Inzest, Ehebruch und Sodomie würden damit geahndet.

Vorgehensweise
Der Mann wird bis unter Gürtel, die Frau bis unter die Brust eingegraben. Der Hauptbelastungszeuge muss dann den ersten Stein werfen. Es kam vor, dass die gesteinigten im Leichenhaus wieder zu Atem anfingen, deswegen wird normalerweise nach der Steinigung noch mit Schaufeln auf die Hingerichteten eingeschlafen um den Tod sicher zu stellen.
Heute?
Auch heute wird Steinigung noch eingesetzt z.B. im Iran.


Hängen

Diese Hinrichtungsform war nur Männern vorbehalten und wurde im Mittelalter als Strafe für Diebstahl bekannt. Um das Jahr 1200 nach Christus wurde das Hängen in vielen Teilen Europas Hauptstrafinstrument. Die Einschränkung dass nur Männer gehängt werden durften fiel nach der Zeit weg. Jedoch blieb die Zahl gehängter Frauen entscheidend niedriger als die Zahl er gehängten Männer. Anfangs des 20. Jahrhunderts musste der Henker anhand des Alters, Körperbaus und Gewichts des Verurteilten die benötigte Seillänge errechnen. Jedoch passierte es trotzdem dass es manchmal zu lang oder zu kurz berechnet wurde. War es zu kurz erlebte der Verurteilte einen qualvollen Erstickungstod der sich bis über 15 Minuten erstrecken könnte. Allerdings wurde dem Verurteilten der Kopf abgerissen falls das Seil zu lang war.


Enthaupten

Am 25.April 1792 wurde die Guillotine in Paris eingeführt.
Mechanik
Der Verurteilte wurde stehend an eine bewegliche Plattform geschnallt. Diese wurde dann gekippt, so dass der Delinquent parallel zum Boden war, sein Gesicht zum Boden gerichtet. Der Hals wurde zwischen zwei Bretter fixiert. Durch drücken einer Sperrklinke wurde die Schneide ausgeklinkt und schnellte nach unten. Die Hinrichtung war schnell vollzogen.
Fakten
Ihre Blütezeit hatte die Guillotine in der Zeit von 1793 bis 1794 in Paris, dort allein wurden fast 15.000 Menschen öffentlich so hingerichtet. Eine zweite Blütezeit hatte sie unter der Nazi-Herrschaft in Deutschland. Im Zeitraum 1939-1945 fiel das Fallbeil zwischen 10.000 bis 15.000 Mal.


Erschießen

Ursprünglich aus dem Bereich der Militärgerichtsbarkeit war sie für verurteilte Soldaten, Spione und ähnliche Rechtsverbrecher vorgesehen. Im Allgemeinen galt der Tod durch Erschießung als ehrenvoller Tod. Neben der Tötung durch Einzelschützen hab es noch Erschießungskommandos. Diese bestehen heute aus bis zu zwölf Schützen, die auf Befehl eines Offiziers den Verurteilten erschießen.


Die Gaskammer

Die erste Hinrichtung mit der Gaskammer wurde am 8. Februar 1924 in Nevada vollstreckt. Protokolliert wurde allerdings erst bei seit der Hinrichtung von Robert H. White am 2 Juli 1930. Bei dieser Hinrichtung waren 53 Zuschauer anwesend, einer davon der Direktor des Staatsgefängisses von San Quentin, dieser erzählte nach der Exekution: „Der Delinquent atmete einmal tief ein und verliert daraufhin sofort das Bewusstsein. Nach der Hinrichtung spart man sich die schrecklichen Verunreinigungen von Blut und Sekreten. Es ist die sauberste und schnellste Hinrichtung, di eich je gesehen habe.“
Fakten
Eine achteckige stählerne Kammer mit einem Durchmesser von 2,70 Meter bezeichnet man als Gaskammer. Darin befinden sich zwei Stühle, unter einem der Mechanismus für die Hinrichtung. Das Gas steigt unter dem Sitz hindurch. Der Verurteilte wird einer tödlichen Menge Blausäure ausgesetzt. Wir der Mechanismus ausgelöst fallen Zyankalikapseln in einen Behälter mit Schwefelsäure, dadurch entsteh die Blausäure, die in einem Zeitraum von 20 Sekunden bis hin zu mehreren Minuten tödlich wirkt. Der Delinquent erstickt innerlich an diesem Gas. Vor einer solchen Hinrichtung bekommt der Todeskandidat noch einen guten Ratschlag: Atmen sie so tief wie möglich ein Nach der Vollstreckung bleibt der Hingerichtet noch ca. eine halbe Stunde in der Gaskammer bis das Gas abgesaugt wird. Noch heute wird in den USA mit der Gaskammer hingerichtet


Der Elektrische Stuhl

Im Juni 1888 beschoss das Parlament von New York die elektrische Hinrichtung einzuführen. Am 1.1.1889 trat das Gesetz dann in Kraft. „Die Exekution muss so ausgeführt werden, dass der Strom den Körper durchließt, bis zum Eintreten des Todes.“ Am 6. August 1890 wurde der elektrische Stuhl das erste Mal in Betrieb genommen. Die Anwendung des Elektrischen Stuhles setzte sich darauf hin 1896 in Ohio, 1898 Massachusetts, 1906 New Jersey, 1908 Virginia, 1910 North Carolina und bald in über 20 Bundesstaaten fort.


Tod durch Injektion

1977 übernahm Oklahoma als erster Staat die Todesspritze als Exekutionsinstrument. Zwei Hinrichtungstechniker spritzen unabhängig voneinander eine Flüssigkeit in einen Schlauch, der mit der Vene des Delinquenten verbunden ist. Die eine Substanz ist harmlos, die andere tödlich. Keiner der beiden weiß, wer die tödliche Injektion gesetzt hat. Spritzen die Hinrichtungstechniker das Gift in die Arterie weil sie die Vene nicht finden, was nicht selten vorkommt, dringt es in das Muskelgewebe was sehr schmerzhaft ist.


Todesstrafe heute?

In folgenden Ländern wir noch immer die Todesstrafe praktiziert:
In Europa sind es Russland und die Türkei (Hängen).
In Asien ist es China (erschießen), Japan (hängen), Indien (erschießen, hängen) und Afghanistan (hängen, erschießen und steinigen).
In einigen afrikanischen Ländern z.B. Nigeria (hängen, erschießen)
und in den USA (Injektion, elektrischer Stuhl, Gaskammer, hängen und erschießen)


Exekutionen im Jahr 1996

Russland 140, China 4.367, Weißrussland 24, Iran 110, Ukraine 167, Kasachstan 12, Saudi-Arabien 69, Vereinigte Staaten von Amerika 45, Singapur 38, Taiwan 21, Ägypten 14, Turkmenistan 123, Nigeria 14, Japan 6

Dies sind nur Beispiele, es gibt noch viel mehr Länder die, die Todesstrafe noch nicht abgeschafft haben.


Die Todesstrafe unter Hitler

Unter Hitler nannte man auch die Tötung von Juden „Todesstrafe“, da sie verurteilt wurden jüdischer Abstammung zu sein. Es wurden jedoch nicht nur Juden hingerichtet sondern auch „Asoziale“ oder rassisch Minderwertige. Asozial nannte man diejenigen, die nicht politisch korrekt oder Krankheitsbedingt anders waren. Sprich: Mörder, Juden, Behinderte, Geisteskranke und Homosexuelle etc. Die Tötung Behinderter, Geisteskranker und Homosexuellen stand zunächst unter strikter Geheimhaltung, was später jedoch sogar vom Volk anerkannt wurde.